Landschaftsverband Westfalen-Lippe gibt 283,9 Millionen Euro im Kreis Gütersloh aus
Die aktuellen Leistungsberichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigen, welche Leistungen der Kommunalverband im Jahr 2025 im Kreis Gütersloh finanziert hat. Insgesamt flossen 283,9 Millionen Euro in regional zugeordnete Leistungen - unter anderem in die Jugendhilfe, die Eingliederungshilfe, Förderschulen, Kitas, Arbeit und Kultur.
Dem standen 147,7 Millionen Euro gegenüber, die der Kreis Gütersloh als Landschaftsumlage im selben Jahr an den LWL zahlte.
„Das Geld des LWL kommt ganz konkret bei den Menschen im Kreis Gütersloh an“, erklärt Helmut Kaltefleiter, Mitglied der CDU-Fraktion in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe (Westfalenparlament) und Vertreter des Kreises Gütersloh. Einen der Schwerpunkte bildete dabei die Jugendhilfe: 129,6 Millionen Euro flossen 2025 in diesen Bereich. Weitere 137,2 Millionen Euro setzte der LWL für Leistungen der Eingliederungshilfe ein. Sie unterstützen Menschen mit Behinderungen dabei, möglichst selbstbestimmt zu leben und am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilzuhaben.
„Gerade bei der Eingliederungshilfe muss unser Anspruch sein, Menschen mit Behinderungen noch stärker den Weg in reguläre Beschäftigung zu ermöglichen – in Unternehmen ebenso wie in der öffentlichen Verwaltung. Teilhabe bedeutet auch, gute Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen“, so Kaltefleiter.
Die Zahlen machen für ihn zugleich deutlich, welchen finanziellen Umfang die Leistungen des LWL für die Mitgliedskörperschaften haben. Für jeden Euro, den der Kreis Gütersloh im Jahr 2025 an den LWL als Landschaftsumlage zahlte, flossen rechnerisch 1,92 Euro in den Kreis Gütersloh an Leistungen zurück. Diese Leistungen seien für die Menschen vor Ort von großer Bedeutung. „Teilhabe, Bildung, Unterstützung und ein selbstbestimmtes Leben sind keine abstrakten Haushaltsposten. Diese Leistungen müssen gesichert werden.“
Auch für Dr. Heinz-Josef Sökeland, der den Kreis Gütersloh ebenfalls im Westfalenparlament vertritt und Mitglied der CDU-Fraktion im LWL ist, kommt es deshalb auf die richtige Balance an: „Der LWL erfüllt wichtige Aufgaben für die Menschen in Westfalen-Lippe. Gleichzeitig tragen unsere Mitgliedskörperschaften die finanzielle Last über die Landschaftsumlage. Gerade deshalb müssen wir bei jeder Ausgabe genau hinschauen: Was brauchen die Menschen, was wirkt tatsächlich – und wo können Strukturen effizienter organisiert werden?“
„Unsere 27 Mitgliedskörperschaften erwarten zu Recht, dass der LWL mit den zur Verfügung stehenden Mitteln verantwortungsvoll und wirtschaftlich umgeht. Das entbindet uns nicht von unserem sozialpolitischen Auftrag – im Gegenteil: Eine effiziente Verwaltung und wirtschaftliche Strukturen schaffen Spielräume, um wichtige Leistungen auch langfristig finanzieren zu können. Unser Anspruch muss sein, den LWL leistungsfähig zu halten, ohne die Kommunen aus dem Blick zu verlieren. Gute Leistungen, wirtschaftliches Handeln und solide Kommunalfinanzen gehören für uns zusammen. Darauf werden wir als CDU-Fraktion im Westfalenparlament auch weiterhin achten“, so beide LWL-Vertreter übereinstimmend.