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29.10.2007, 11:10 Uhr | Übersicht | Drucken
Nachtrag zur Adenauer-Veranstaltung

Herzebrock-Clarholz „Ich habe meinen Großvater genauso erlebt wie andere Kinder auch. Herzlich, warm, eben wie ein Opa. Aufgefallen ist mir erst nach seinem Tod, wie besonders mein Großvater war, weil in meiner Schule für ihn gebetet wurde,“ berichtete Sven-Georg Adenauer vor über 50 interessierten Zuhörern im Kapitelsaal der Propstei. Auf Einladung der CDU Herzebrock-Clarholz war er in den historischen Raum gekommen, um dort über das „politische und private Leben Konrad Adenauers“ zu referieren.

Landrat Sven-Georg Adenauer und Dr. Christine Disselkamp
 
Herzebrock-Clarholz „Ich habe meinen Großvater genauso erlebt wie andere Kinder auch. Herzlich, warm, eben wie ein Opa. Aufgefallen ist mir erst nach seinem Tod, wie besonders mein Großvater war, weil in meiner Schule für ihn gebetet wurde,“ berichtete Sven-Georg Adenauer vor über 50 interessierten Zuhörern im Kapitelsaal der Propstei. Auf Einladung der CDU Herzebrock-Clarholz war er in den historischen Raum gekommen, um dort über das „politische und private Leben Konrad Adenauers“ zu referieren.

Die CDU- Vorsitzende Dr. Christine Disselkamp machte in ihrer Einführung deutlich, dass Konrad Adenauer auch 40 Jahre nach seinem Tod noch unvermindert bekannt, beliebt und geschätzt sei. Dies könne man auf die Tatsache, dass er der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland war, zurückführen, auf die Zeit, in der er regiert habe, den Aufbau und Aufschwung der jungen Republik, aber auch auf seine Persönlichkeit. Sie freue sich deshalb, dass der Enkel des Kanzlers nach Herzebrock-Clarholz gekommen sei, um gerade diese private Seite seines Großvaters einmal lebendig werden zu lassen.

Sven-Georg Adenauer zeigte in seinem Vortrag wichtige biografische Stationen seines Großvaters auf, von der Geburt 1876 in Rhöndorf über die Wahl zum Oberbürgermeister von Köln, der Wahl zum ersten Bundeskanzler 1949 bis zu seinem Tod im Jahr 1967. Nicht ausgelassen hatte der Landrat auch die für seinen Großvater schwierige Zeit der Naziherrschaft, während der er sich ein ganzes Jahr in Kloster Maria Laach verstecken musste.

Mit viel Humor beschrieb Sven-Georg Adenauer die Erfindungen seines Großvaters, deren Erfolg allerdings bescheiden war. Dazu zählte „das beleuchtete Stopfei, das es den Frauen im Dunkeln ermöglicht hat, Socken zu stopfen“, ein Insektenvernichtungsgerät, eine Sojawurst und ein Brot aus Maismehl. Sven- Georg Adenauer: „Das Brot hat mal ein Bäcker aus Rhöndorf nachgebacken, aber es soll gar nicht geschmeckt haben.“

Die Würze gaben dem Vortrag von Sven-Georg Adenauer die Zitate und Anekdoten, die er reichlich einfließen ließ. Er beschrieb Konrad Adenauer als strengen Vater, als warmherzigen Großvater mit ganz besonderer Ausstrahlung und als sehr selbstbewussten, kraftvollen Regierungschef, der erst mit 73 Jahren Bundeskanzler wurde, dabei aber immer bodenständig und sparsam war. Auch große Schlagfertigkeit gepaart mit einer gewaltigen Prise Humor zeichneten ihn aus
Eines der Lieblingszitate des Enkels ist „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, es gibt keine anderen“, ein Spruch, der bis zum heutigen Tag noch Gültigkeit habe.


aktualisiert von Team Herzebrock-Clarholz, 29.10.2007, 11:13 Uhr


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